Rebirth Breathwork
Verbundenes Atmen, traumasensibel begleitet. Fünf Säulen, ein Kern: Sicherheit.
- 01 · Der Kopf
Im Alltag ist der Kopf oft voll.
Gedanken planen, bewerten, erinnern. Unter Stress wird der Atem dabei oft flacher und schneller – meist, ohne dass wir es bemerken.
- 02 · Der Atem
Ein verbundener Atem lenkt den Fokus vom Denken ins Spüren.
Beim Rebirth Breathwork fließen Ein- und Ausatmung ohne Pause ineinander. Der CO₂-Gehalt im Blut sinkt – Kribbeln und Wärme sind typische erste Zeichen.
- 03 · Das Herz
Herz und Atem sind eng gekoppelt.
Beim Einatmen schlägt das Herz etwas schneller, beim Ausatmen etwas langsamer. Intensives Atmen aktiviert, langsames Atmen beruhigt.
- 04 · Der Körper
Gefühle zeigen sich im Körper.
Zittern, Tränen, Lachen oder Gähnen können auftauchen. In einem sicheren Rahmen darf das sein – und wieder gehen.
- 05 · Die Integration
Danach: Stille.
Mit ruhigem Atem kommt der Körper in die Entspannung. In der Integration ordnen wir gemeinsam ein, was sich gezeigt hat.

Vorgespräch & Sicherheit
Jede Session beginnt mit einem Gespräch: Wie geht es dir heute? Was bringst du mit? Gibt es Kontraindikationen, eine laufende Therapie, Themen, die du (noch) nicht berühren möchtest? Wir vereinbaren ein Stopp-Signal und klären, ob und wie Berührung für dich in Ordnung ist.
Traumasensibel heißt hier: Du behältst die Kontrolle. Du kannst jederzeit langsamer atmen, die Augen öffnen oder pausieren. Sicherheit ist nicht der Rahmen um die Arbeit – sie ist die Arbeit.

Der verbundene Atem
Rebirthing wurde in den 1970er-Jahren von Leonard Orr entwickelt. Im Mittelpunkt steht der verbundene Atem: Ein- und Ausatmung gehen ohne Pause ineinander über, meist durch den Mund, die Einatmung aktiv, die Ausatmung locker.
Dadurch sinkt der Kohlendioxid-Gehalt im Blut. Das verändert kurzzeitig die Durchblutung und die Erregbarkeit von Nerven – daher Kribbeln, Wärme oder vorübergehend verkrampfte Hände. Gleichzeitig entsteht oft ein Zustand jenseits des Alltagsdenkens: bildhaft, emotional, körpernah. Das Gegenteil vieler Atemtechniken, die mit Luftanhalten arbeiten.

Musik, Stimme & Berührung
Musik trägt die Atemreise und gibt ihr Bögen: Aufbau, Intensität, Weite. Je nach Session begleite ich mit Stimme, Fragen und – nur nach Absprache – mit Körperarbeit: Hände, die Halt geben, oder sanfter Druck, wo sich Spannung zeigt.
Das Ziel ist nicht, etwas zu „machen“, sondern einen Raum zu halten, in dem dein System selbst findet, was es braucht.

Entladung & Körperwahrnehmung
Bewegung, Zittern, Weinen, Lachen, Gähnen: Der Körper entlädt Spannung auf seine eigene Weise. In der Traumaforschung wird beschrieben, dass belastende Erfahrungen nicht nur als Erinnerung, sondern auch als Körperreaktion gespeichert sein können (z. B. van der Kolk, Levine, Ogden).
Im geschützten Rahmen darf diese Aktivierung kommen – und wieder gehen. Entscheidend ist das Erleben: Ich kann Intensität fühlen und bin trotzdem sicher.

Integration
Nach der Atemphase folgt Stille. Viele erleben dann tiefe Ruhe, Klarheit oder Weichheit. Wir nehmen uns Zeit zum Nachspüren, Teilen und Einordnen – mit Meditation, Schreiben oder Gespräch.
Integration ist der Teil, der Veränderung trägt. Deshalb empfehlen wir mehrere Sessions über einige Wochen und, wenn du in Therapie bist, die Erfahrungen dort mitzunehmen.
Atmen statt Anhalten
Viele aktuelle Atemmethoden trainieren die CO₂-Toleranz: Luft anhalten, bis der Atemreiz steigt. Rebirth Breathwork geht den anderen Weg. Durch den verbundenen Atem sinkt der CO₂-Gehalt kurzzeitig. Das öffnet einen intensiven, körpernahen Zustand, in dem Gefühle und Erinnerungen auftauchen können.
Beides kann regulieren – auf unterschiedliche Weise. Im Studio nutzen wir zusätzlich ruhige, langsame Atmung zum Ankommen und zur Integration.

Fragen zur Methode
Antworten auf die häufigsten Fragen zu Breathwork, Meditation und Reiki. Ist deine Frage nicht dabei, schreib mir gerne.
Frage stellenWas passiert während einer Breathwork-Session?
Du wirst in ein bewusstes Atemmuster geführt, um dein Nervensystem zu regulieren und körperlich-emotionale Spannungen wahrzunehmen. Dabei erreichst du tiefe meditative Zustände und nimmst deinen Körper wahr. Je nach Session begleite ich deine Reise durch Körperarbeit (Berührung) und Fragen.
Mögliche Reaktionen:
- Wärme, Kribbeln, Gähnen, Zittern
- Vorübergehendes Verkrampfen der Hände
- Emotionen wie Ruhe, Freude, Traurigkeit, Wut
- Auflösung angestauter Emotionen im Körper
- Tiefe meditative Zustände
- Einheitserfahrungen, visuelle Erlebnisse, psychedelische Zustände, Zustände von Glückseligkeit
- Auflösen von traumatischen Körperverspannungen
- Dauerhaft mehr Präsenz und Körpergefühl
Alles darf sein – ohne Bewertung.
Gibt es Kontraindikationen für Breathwork?
Ja. Nicht geeignet bei:
- schweren Herz-/Kreislauferkrankungen
- Epilepsie
- Schwangerschaft (je nach Methode)
- akuten psychischen Krisen oder der Einnahme von Antidepressiva
Im Zweifel bitte vorher ärztlich abklären. Bei Unsicherheit → kurz Kontakt aufnehmen.
Für wen sind die Breathwork-Sessions geeignet?
Für Menschen, die Stress reduzieren, ihre Körperwahrnehmung stärken, emotional zur Ruhe kommen wollen, sich mehr Energie im Alltag wünschen oder sich in ihrem Leben blockiert fühlen. Breathwork ist auch begleitend zu therapeutischen Prozessen geeignet.
Was soll ich zur Breathwork-, Meditations- oder Reiki-Session mitbringen?
Bequeme Kleidung, Wasser und ggf. eine eigene Decke. Um dich zu unterstützen, kannst du auch persönliche Gegenstände mitbringen, die dir Kraft geben (Kuscheltiere, Glücksbringer etc.). Bitte lege allen Schmuck ab.
Bei Online-Sessions benötigst du einen ruhigen, ungestörten Raum sowie eine stabile Internetverbindung. Verzichte bei Reiki-Sessions nach Möglichkeit auf schwarze Kleidung.
Bereit für den nächsten Schritt?
Ich begleite dich auf deinem Weg.


